Wie kann ich bei der ÖH mitmachen?

Die Österreichische Hochschüler:innenschaft ist die Interessensvertretung der Studierenden in ganz Österreich. Die Bezeichnung ÖH meint eigentlich die Bundesorganisation, an den Universitäten heißen wir formell Hochschüler- und Hochschülerinnenschaft.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten bei uns mitzumachen. Viele Studierende setzen sich in verschiedenen Gremien für die Belange aller Studierenden ein. So haben Studierende in Österreich bei einigen wichtigen Entscheidungsprozessen (z.B. Studienpläne, Berufungen von Professuren usw.) Mitbestimmungsrechte. Die Studierenden werden von der  Universitätsvertretung entsandt.

Auch wenn die jahrzehntelange Institutionalisierung der ÖH etwas verstaubt erscheint, ist die Inanspruchnahme der Mitbestimmung im Rahmen der Universität unumgänglich. Viel zu oft möchten z.B. Lehrende ihre Ansprechpersonen aus dem Kreis der Studierenden selbst wählen (…) Selbstverständlich liegen genau diese Entscheidungen aber bei uns Studierenden, deshalb wird alle zwei Jahre die Studierendenvertretung gewählt.

Als studentisches Mitglied der ÖH kannst Du in vielen unterschiedlichen Gremien, Kommissionen oder auch in den Referaten mitarbeiten. Sieh Dich auf der Webpage um, kontaktiere deine Studienvertretung oder unser Büro für Möglichkeiten zur Mitarbeit.


Infos zu Kollegialorganen, Kommissonen und Gremien

Rektorat, Senat und Unirat sind die drei Leitungsgremien der Universität. Zwischen Rektorat und ÖH-Vertreter:innen finden laufend Gespräche statt. In den Senat können von der ÖH 6 Studierende mit Stimmrecht entsendet werden. Im Unirat muss eine Person des ÖH-Vorsitzes zu allen Sitzungen, in denen studentische Belange verhandelt werden, geladen werden, eine Anwesenheit während der restlichen Zeit oder die Anwesenheit von Gästen ist nicht möglich.

Currikulakommisionen und Berufungskommissionen sind weitere Kommissionen, bei denen Studierende Mitspracherecht haben.

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen ist ein Universitätsorgan, das Diskriminierungen entgegenwirken soll, 4 Studierende sind Teil des Arbeitskreises.

Die Institutskonferenz ist ein gesetzlich nicht mehr bindendes Kommunikationsorgan, das gesetzlich nicht mehr festgelegt ist und an der Akademie nur in der Bildenden Kunst fortlaufend stattfindet.


Senat

Die Aufgaben des Senates werden durch das UG geregelt, es sind unter anderem der Erlass und Änderung der Satzung auf Vorschlag des Rektorates, Zustimmung zum vom Rektorat erstellten Entwurf des Entwicklungsplans, Erstellung eines Dreiervorschlages an den Unirat für die Wahl der Rektorin oder des Rektors. Mitwirkung an und Beschlüsse über Habilitationsverfahren und Berufungsverfahren, Einsetzung der CuKos, Erlassung und Änderung der Curricula für ordentliche Studien und Lehrgänge, Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und Nominierung von Mitgliedern für die Schiedskommission gehören auch zu den Aufgaben.

Der Senat kann aus 18 oder 26 Mitgliedern bestehen und ist beschlussfähig, wenn wenigstens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Die Wahl findet alle drei Jahre statt. Die ÖH entsendet Studierende in den Senat.

  • 13 Professor_innen (ordentliche Professor:innen)
  • 6 Studierende (Entsendung durch UV)
  • 6 Personen aus dem Mittelbau (außerordentliche Professor:innen, Assistent:innen, wissenschaftliches Personal)
  • 1 Person vom allgemeinem Personal.

Siehe auch: https://www.akbild.ac.at/Portal/organisation/uber-uns/Organisation/senat


Curricula-Kommissionen (CuKo)

Die CuKo ist das das Studienfach betreffende Kommunikationsorgan, erlässt Curricula für ordentliche Studien und Lehrgänge und bildet die Basis für diesbezügliche Entscheidungen im Senat. Sie ist von der/vom Vizerektor:in für Lehre und Forschung zumindest einmal im Studienjahr zur Beauftragung der Lehre für die im Curriculum vorgesehenen Lehrveranstaltungen anzuhören.

CuKos stehen die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsbewertung durch die Studierenden und der Evaluation des Lehrbetriebs in dem betreffenden Studium zur Verfügung und sollen mind. einmal im Studienjahr über die Ergebnisse beraten. Sie können, wenn Probleme im Lehrbetrieb auftreten, dem Vizerektor/der Vizerektorin für Lehre und Forschung Vorschläge zu deren Lösung anbieten.

Der/die Vorsitzende der jeweiligen CuKos muss bei Bedarf für die Anerkennnung von Prüfungen vor der Genehmigung durch den/die Vizerektor/in für Lehre und Forschung oder in Angelegenheiten von Anträgen auf Nostrifizierung eine Stellungnahme abgeben.

CuKos werden vom Senat bestellt, am Ende gehen Beschlüsse der CuKo in den Senat zurück.

Die Besetzung der CuKo ist paritätisch: 3 Personen vom Mittelbau, 3 Studierende, 3 Professor_innen und ein nicht stimmberechtigtes Mitglied des AFG (auch 4-4-4 möglich). Die Vertreter:innen der Studierenden sind von der StV zu entsenden.


Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AfG)

An jeder Universität ist vom Senat ein Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen einzurichten. Der AFG nimmt an verschiedenen Kommissionen teil, hat aber nur Beobachterstatus; er ist bei Bewerbungen mit 1 Person vertreten (Kontrollinstanz).

Die Aufgabe des AFG ist es, Diskriminierungen durch Universitätsorgane auf Grund des Geschlechts sowie auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung entgegenzuwirken und die Angehörigen und Organe der Universität in diesen Angelegenheiten zu beraten und zu unterstützen. Der AFG überprüft Ausschreibungstexte, ist Ansprechpartner:in in Gleichbehandlungsfragen, sowie bei Streit und Mobbing.

Die Mitglieder des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen sind bei der Ausübung ihrer Funktion an keine Weisungen oder Aufträge gebunden. Sie dürfen bei der Ausübung ihrer Befugnisse nicht behindert und wegen dieser Tätigkeit in ihrem beruflichen Fortkommen nicht benachteiligt werden.

Den Mitgliedern des Arbeitskreises ist vom Rektorat in allen inneruniversitären Angelegenheiten Auskunft zu erteilen sowie Einsicht in die Geschäftsstücke, Unterlagen und in die automationsunterstützt aufgezeichneten Daten über das Personal der Universität zu geben, deren Kenntnis zur Erfüllung der Aufgaben des Arbeitskreises erforderlich ist. Einsicht in die Personalakten ist nur mit Genehmigung der Betroffenen zulässig. Vom Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen können Auskünfte, Gutachten und Stellungnahmen facheinschlägiger Expertinnen oder Experten eingeholt werden. Diese Expertinnen oder Experten sind dann zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Anzahl der Mitglieder des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen sowie deren Funktionsdauer ist in der Satzung festzulegen.

  • 6 Professor_innen,
  • 4 Assistent_innen,
  • 4 Studierende (davon sind 2 Ersatzmitglieder),
  • 2 Personen Allgemeines Universitätspersonal

Siehe auch: https://www.akbild.ac.at/Portal/organisation/uber-uns/Organisation/arbeitskreis-fur-gleichbehandlungsfragen


Berufungskommission

In der Berufungskommission werden Berufungsverfahren für Universitätsprofessor:innen, also die Aufnahme in vertragliche Arbeitsverhältnisse zur Universität, abgewickelt. Geregelt werden diese durch §§98 und 99 Universitätsgesetz.

Der/die Rektor:in hat allen geeigneten Kandidat:innen Gelegenheit zu geben, sich in angemessener Weise zumindest dem Fachbereich und dem fachlich nahe stehenden Bereich zu präsentieren. Die Berufungskommission erstellt auf Grund der Gutachten und Stellungnahmen einen begründeten Besetzungsvorschlag, der die drei für die Besetzung der ausgeschriebenen Stelle am besten geeigneten Kandidat_innen zu enthalten hat. Ein Vorschlag mit weniger als drei Kandidat:innen ist besonders zu begründen.

Die Berufungskommission hat zu überprüfen, ob die vorliegenden Bewerbungen die Ausschreibungskriterien erfüllen und jene Bewerbungen, die die Ausschreibungskriterien offensichtlich nicht erfüllen, auszuscheiden. Die übrigen Bewerbungen sind den Gutachter_innen zu übermitteln, welche die Eignung der Bewerber:innen für die ausgeschriebene Stelle einer Universitätsprofessorin oder eines Universitätsprofessors zu beurteilen haben.

Der Senat setzt eine entscheidungsbevollmächtigte Berufungskommission ein, die Universitätsprofessor:innen stellen mehr als die Hälfte der Mitglieder und die Studierenden mindestens ein Mitglied.


Habilitationskommission

Ziel der Habilitation ist die Erteilung der Lehrbefungnis (venia docendi) für ein angestrebtes wissenschaftliches oder künstlerisches Unterrichtsfach durch das Rektorat.

Die Habilitationskommission muss einerseits auf Grund von eingeholten Gutachten über die von dem/der Bewerber:in oder vorgelegten schriftlichen Arbeiten einschließlich der Habilitationsschrift und der eingelangten Stellungnahmen, die künstlerische oder wissenschaftliche Qualifikation prüfen und andererseit feststellen, ob die Bewerberin oder der Bewerber über die entsprechenden didaktischen Fähigkeiten verfügt.

Anschließend entscheidet die Habilitationskommission mit Beschluss über die erbrachten Nachweise und leitet über einen Antrag an das Rektorat das weitere Verfahren zur Erteilung der Lehrbefugnis ein.

Die Habilitationskommission besteht aus höchstens 9 Mitgliedern. Mehr als die Hälfte der Mitglieder müssen Universitätsprofessorinnen oder Universitätsprofessoren sein. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, sowie die Studierenden stellen jeweils mindestens ein Mitglied. Das Mitglied der Studierenden muss zumindest den ersten Studienabschnitt einer für das beantragte Habilitationsfach in Betracht kommenden Studienrichtung abgeschlossen haben.

Der Senat setzt die Habilitationskommission ein und bestimmt die Gesamtzahl sowie die Anzahl der Mitglieder aus den einzelnen Gruppen von Universitätsangehörigen. Die Mitglieder der Habilitationskommission werden durch die Vertreter_innen der jeweiligen Gruppe von Universitätsangehörigen im Senat bzw. der Studierenden durch die gesetzliche Vertretung der Studierenden entsendet.

Das an Lebensjahren ältesten Mitglied beruft die konstituierende Sitzung der Habilitationskommission ein und leitet die Sitzung bis zur Wahl einer oder eines Vorsitzenden.


Institutskonferenz

Die Institutskonferenz ist als solches nicht mehr gesetzlich verankert und existiert an der Akademie nur mehr für das Institut der bildenden Kunst. Einrichtung und Aufgabenbereiche sind im Organisationsplan, einem Teil der Satzung der Akademie der bildenden Künste zu finden.

Die Institutskonferenz koordiniert und informiert über alle Belange des Instituts, insbesondere auch in Zusammenhang mit der Mitwirkung bei Wissensbilanz, Leistungsberichten und Evaluierung, sowie bei der Erstellung des Entwicklungsplanes. Weitere Aufgaben sind die Entscheidungen über das dem Institut zugeteilte Budget, die Beantragung der Lehre und die Festsetzung der Termine der Zulassungsprüfung.

In diesem Gremium sind alle in den Organisationseinheiten und Dienstleistungsabteilungen tätigen Personen vertreten, also auch die Studierenden durch die ÖH (zumeist die jeweilige Studienvertretung). Die Zuordnung der Universitätsangehörigen wird durch §94 ff geregelt.