Call for Project Funding – Deadline 31.12.2020

Please scroll down for German version

DAMNATIO MEMORIAE

We, as humans, have been making monuments to glorify people and ideas since we started making art, and since we started making statues; others have started tearing them down. There is a special form of punishment called damnatio memoriae or the “condemnation of memory”, indicating that a person is to be excluded from official accounts.

There are and have been many routes to damnatio, including the destruction of depictions, the removal of names from inscriptions and documents, and even large-scale rewritings of history. We can observe this throughout history, from ancient times till now. The current attacks on statues and memories are a sign that what’s in question is not just the future but also the past. Worth reminding that the preservation of any monuments is a large financial investment, which always falls on the shoulders of taxpayers.

This open call focuses on topics that deal with the question of memory. Is knocking down a statue a strategy of rebellion or a manipulative act? Does the acts of decommemorating fight against evil or preserve memory in obscure forms?

Projects that are not considering the topic of the call, cannot be processed. Also works that are part of class projects or related to finalizing your studies cannot be taken into consideration.

Please submit your project proposals until the 31st of December 2020: oehkulturreferat@akbild.ac.at

We would like you to consider the following criteria in the realization of your project: gender-queer, participative, sustainable and easy on environment, concious on privileges and independent from institutions. We cannot consider racist, sexist, ableist etc. project proposal.

For more information see our project funding guidelines


DAMNATIO MEMORIAE

Menschen haben, seit sie Kunst und Statuen machen, Denkmäler errichtet, um Personen und Ideen zu glorifizieren. Andere haben sie gestürzt. Es gibt eine besondere Form der Bestrafung, genannt damnatio memoriae oder “Verdammung des Andenkens”, die auf die Tilgung einer Person aus den Annalen verweist.

Es gibt und hat immer schon viele Wege der damnatio gegeben, von der Vernichtung von Darstellungen über die Löschung von Namen aus Inschriften und Dokumenten bis hin zu weitgehenden Umschreibungen der Geschichtsschreibung.  Wir können das im Lauf der Geschichte, von der Antike bis heute beobachten. Angriffe auf Denkmäler und Erinnerungen sind ein Zeichen dafür, dass es nicht nur um die Zukunft, sondern auch um die Vergangenheit geht. Es lohnt sich darauf hinzuweisen, dass die Erhaltung und Aufbewahrung eines Denkmals eine Großinvestition ist, die auf den Schultern der Steuerzahler_innen lastet.

Die vorliegende Ausschreibung der Projektförderung der Hochschüler_innenschaft der Akademie der Bildenden Künste setzt den Akzent auf Fragen des Umgangs mit Erinnerung. Ist das Umreißen einer Statue eine Strategie der Rebellion oder ein manipulativer Akt? Tragen Akte des Nicht-Gedenkens zur Bekämpfung des Übel bei oder vielmehr dazu, Erinnerung in obskuren Formen zu bewahren?

Projekte, die sich nicht mit dem Inhalt des Calls befassen, können leider nicht berücksichtigt werden. Auch Klassen- bzw. Abschluss- oder andere studienbezogene Arbeiten können nicht in Betracht gezogen werden.

Einreichungen sind bis zum 31.12.2020 möglich: oehkulturreferat@akbild.ac.at

Die Berücksichtigung folgender Kriterien bei der Umsetzung des Projekts ist wünschenswert: gender-queer, partizipativ, nachhaltig und ressourcenschonend, privilegienbewusst und institutionsunabhängig. Rassistische, sexistische, ableistische etc. Projektvorschläge werden bei der Förderungsvergabe nicht berücksichtigt.

Für mehr Informationen dazu schaut Euch bitte unsere Projektförderungsrichtlinien an.