Demonstration Lehramtsstudent_innen betreffend Dienstrechtsreform

Demonstration:
5.12. | 18:00 | Uni Wien | Unirampe
Eine Dienstrechtsreform ist keine Bildungreform.
Eine Bildungsreform darf kein Sparpaket sein!

Die Regierung will das neue Dienstrecht für LehrerInnen ohne die Zustimmung der Betroffenen durchboxen. Es bedeutet massive Verschlechterungen für LehrerInnen, vor allem erhöhten Arbeitsdruck und schwere Gehaltseinbußen. Wenn LehrerInnen „mehr in der Klasse“ stehen müssen, bedeutet das nicht, dass sie mehr Zeit für einzelne SchülerInnen haben, im Gegenteil! Sie müssen mehr Klassen, mehr SchülerInnen übernehmen und haben noch weniger Zeit für individuelle Betreuung.

Wir sind nicht gegen eine Reform. Aber das ist keine Reform, das ist ein Sparpaket! Für den 5.12. hat die Gewerkschaft Dienststellenversammlungen an allen Schulen angekündigt, um über Kampfmaßnahmen zu beraten. Wir halten das für gerechtfertigt. Nicht ein Streik von LehrerInnen, sondern dieses Sparpaket schadet SchülerInnen und Eltern!

Auch wir als LehramtsstudentInnen wollen am 5.12. ein Zeichen setzen.
Schließlich geht es vor allem um unsere zukünftigen Arbeitsbedingungen und damit die Lernbedingungen unserer zukünftigen SchülerInnen. Denn:
– Auch wir haben einen Anspruch auf Ausbildung, die dem jetzigen Unterrichtspraktikum entspricht.
– Auch wir wollen eines Tages unsere Schüler-Innen gut betreuen und begleiten können!

Deswegen rufen wir am 5.12. zu einer Demonstration auf. Wir laden alle LehramtsstudentInnen ein, sich zu beteiligen, aber auch LehrerInnen aller Schultypen, die nach den Dienststellenversammlungen etwas unternehmen wollen, SchülerInnen und Eltern, die sich gegen Bildungskürzungen wehren wollen und alle anderen, die sich solidarisch zeigen wollen!

Wir fordern:
• die ausreichende Finanzierung des Schul- und Bildungssystems und eines neuen PädagogInnendienstrechts
• mehr Zeit für den Berufseinstieg und den berufsbegleitenden Master-Abschluss – keine Überforderung, kein Burnout für JunglehrerInnen!
• mehr Zeit für jede Schülerin und jeden Schüler, für individuelle Förderung und Beratung – keine zusätzlichen Klassen, keine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung
• eine Arbeitsplatzbeschreibung, die alle Tätigkeiten, die der Lehrberuf tatsächlich umfasst, genau definiert, all diese Arbeiten anerkennt und entsprechend abgilt, anstatt bloß die Unterrichtsstunden zu zählen.

Demonstration:
5.12. | 18:00 | Uni Wien | Unirampe

Wer ist die IFLD? Die „Initiative für ein faires LehrerInnendienstrecht“
(IFLD) ist ein Zusammenschluss von JunglehrerInnen, UnterrichtspraktikantInnen und Lehramtsstudierenden.

www.ifld-blog.at

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