Gedenken an die Toten und Verschwundenen auf Flucht- und Migrationsrouten
06.02.2026 | 17:00 Uhr | Marcus-Omofuma-Denkmal, Platz der Menschenrechte (U2 MuseumsQuartier)

Am 6. Februar gedenken wir weltweit der Menschen, die auf Flucht- und Migrationsrouten ermordet wurden, gestorben sind, verschwunden sind oder bis heute vermisst werden. Ihr Tod ist kein Unglück und kein Zufall – er ist politisch gemacht und die direkte Folge eines mörderischen europäischen Grenzregimes.
Wir trauern um alle, die im Meer ertranken, in der Wüste verdursteten oder auf Fluchtwegen sterben. Wir trauern um alle, die durch Abschiebungen und rassistische Polizeipraxis zu Tode kommen. Und wir trauern um alle, die in der Isolation von Lagern, Haftzentren und Gefängnissen verschwinden.
Jedes Jahr erinnern wir an die mindestens 15 Menschen, die am 6. Februar 2014 am Strand von Tarajal an der Grenze zwischen Marokko und Ceuta von der spanischen Grenzpolizei getötet wurden – sowie an die vielen, die an diesem Tag verschwanden. Tarajal steht stellvertretend für all die Toten und Vermissten eines europäischen Grenzsystems, das auf Abschottung, Gewalt und systematischer Straflosigkeit beruht.
Unser Gedenken ist kein stilles. Es ist ein kollektiver Akt des Widerstands – in Solidarität mit Überlebenden sowie mit den Familien und Freund*innen der Toten und Vermissten weltweit.
Diese Politik tötet ! Wir vergessen nicht ! Für Bewegungsfreiheit und eine solidarische Welt ohne Grenzen !