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Satzung der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien

1. ORGANE, MITGLIEDER
2. KONSTITUIERUNG: DIE KONSTITUIERENDE SITZUNG
3. GRUNDSÄTZE, AGENDA
4. BETEILIGUNG VON STUDIERENDEN
5. ENTSCHEIDUNGSFINDUNG/PARITÄTISCHE BESETZUNG
6. UV-SITZUNGEN UND -BESCHLÜSSE

  • Die Universitätsvertretungssitzung
  • Einberufung der Universitätsvertretungssitzung
  • Tagesordnung
  • Sitzungsleitung, Moderation
  • Ablauf der Sitzung
  • Ablauf der Debatte
  • Redezeit
  • Abstimmungsgrundsätze
  • Protokollierung

7. ORGANISATION UND VERWALTUNG

  • Vorsitz
  • Vertretung des Vorsitz
  • Referate
  • Studienvertretungen
  • Entsendung in die Kollegialorgane
  • Kontrollrechte von Mandatar_innen
  • Durchführung von Urabstimmungen
  • Änderung und Inkraftsetzung der Satzung

 

1. ORGANE, MITGLIEDER

§1 Organe, Mitglieder

(1) Die Organe der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien sind:
(a) die Universitätsvertretung (UV)
(b) die Studienvertretungen (StV)

(2) Mitglieder der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien sind alle ordentlichen und außerordentlichen Studierenden.

(3) Alle Organe mit Ausnahme der Wahlkommission unterliegen der Satzung.


2. KONSTITUIERUNG: DIE KONSTITUIERENDE SITZUNG

§2 Konstituierung: Die konstituierende Sitzung

(1) Die konstituierende Sitzung ist das erstmalige Zusammentreten der neu gewählten Mandatar_innen eines Organs nach Verlautbarung des Wahlergebnisses.

(2) Die Einladung zur konstituierenden Sitzung erfolgt durch den Vorsitz der Wahlkommission. Die Einladung ist mindestens zwei Wochen vor dem Termin der Sitzung per Email auszusenden. Der Termin für die konstituierende Sitzung wird vom Vorsitz der Wahlkommission festgelegt. Die Sitzung ist spätestens zwei Wochen vor Ende des Wahlsemesters anzusetzen.

(3) Die Schriftführung und Leitung der konstituierenden Sitzung erfolgt durch den Vorsitz der Wahlkommission. Die Tagesordnung hat insbesondere folgende Punkte zu beinhalten:

   1. Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung, Anwesenheit und Beschlussfähigkeit
2. Genehmigung der Tagesordnung
3. Wahl des Vorsitzes der UV
4. Wahl der ersten Stellvertretung des Vorsitzes
5. Wahl der zweiten Stellvertretung des Vorsitzes
6. Entsendung in die Bundesvertretung
7. Allfälliges


3. GRUNDSÄTZE; AGENDA

§3 Grundsätze und Agenda der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien

(1) Verbesserung der rechtlichen Situation der Studierenden in studienspezifischen, sozialen und anderen Belangen.

(2) Verbesserung und besondere Berücksichtigung der Situation von soziokulturell und ökonomisch benachteiligten Studierenden, insbesondere auch von finanziell benachteiligten Studierenden aus Drittstaaten.

(3) Stärkere Berücksichtigung ökonomisch benachteiligter Studierender bei der Förderungsvergabe durch die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien.

(4) Besonderer Fokus auf Gleichstellung aller Studierenden – unabhängig von Staatsbürger_innenschaft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder anderer Diskriminierungsfaktoren.

(5) Die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien vertritt eine Position, die gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen sowie deren Ausschlussmechanismen und Diskriminierungen reflektiert und diese in der eigenen politischen Praxis entschieden zu verhindern sucht; gleichzeitig positioniert sich die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien in ihrem Selbstverständnis klar gegen rassistische, sexistische, homo/inter/transphobe, antisemitische und ableistische Diskriminierungen.

(6) Die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien verpflichtet sich, insbesondere auch bei der Vergabe von Projektförderungen, zur Transparenz bei der Verwendung der ÖH-Beiträge der Studierenden sowie dazu, diese im Interesse der Studierenden einzusetzen und zu verwenden. Alle Aktivitäten, insbesondere solche finanzieller Natur, müssen nachvollziehbar sein und sind offenzulegen.

(7) Bei Aussendungen, Publikationen und in Sitzungen sind genderdiverse Formulierungen und Sprache zu verwenden.


4. BETEILIGUNG VON STUDIERENDEN

§4 Beteiligung von Studierenden

(1) Sitzungen, Plena und neue Arbeitsgruppen der UV, der StV und der Referate, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange von Studierenden gefasst werden, müssen paritätisch besetzt sein.

(2) Sitzungen, Plena und neue Arbeitsgruppen der UV, der StV und der Referate, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange von Studierenden gefasst werden, sind auf geeignetem Weg (per Mailaussendung, auf der Website bzw. als Aushang) auszuschreiben oder zu veröffentlichen, um eine paritätische Besetzung von Studierenden unterschiedlicher Institute und Studierenden aus Drittstaaten zu erreichen.

(3) Sitzungen, Plena und Arbeitsgruppen der UV, der StV und der Referate, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange von Studierenden gefasst werden, sind, sofern sie am Beginn des Semesters bereits feststehen, sofort, spätestens aber eine Woche vor Stattfinden der Sitzung auf geeignetem Weg auszuschreiben oder zu veröffentlichen.

(4) Sofern neue Arbeitsgruppen der UV, der StV und der Referate gegründet werden, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange von Studierenden gefasst werden, sind auch diese auf geeignetem Weg auszuschreiben oder zu veröffentlichen, um eine Beteiligung von Studierenden unterschiedlicher Institute und von Studierenden aus Drittstaaten sowie eine paritätische Besetzung zu erreichen.

(5) Vorsitz, StV und Referate verpflichten sich zur Reflexion über ausgewogene Aufwandsentschädigung aller ständig mitarbeitenden Personen und zu einer gemeinsamen Entscheidung hinsichtlich der Verteilung der Aufwandsentschädigung innerhalb der jeweiligen Gruppe.


5. ENTSCHEIDUNGSFINDUNG/PARITÄTISCHE BESETZUNG

§5 Entscheidungsfindung/paritätische Besetzung

(1) Entscheidungsfindung im Konsensprinzip: Entscheidungen werden im Konsens getroffen und bedürfen der Zustimmung aller anwesenden Personen sowie der Vertreter_innen der Mitglieder und Organe; wenn diese nicht anwesend sind, ist die Zustimmung nachträglich einzuholen. Der für Entscheidungen notwendige Konsens ist somit nicht mit der Zustimmung der am jeweiligen Treffen oder der Sitzungen anwesenden Personen gegeben, sondern erst mit der Zustimmung aller Vertreter_innen der Mitglieder und Organe.

(2) In Sitzungen, Plena und Arbeitsgruppen, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange von Studierenden gefasst werden, sollen Mitglieder und Studierende, insbesondere Studierende aus Drittstaaten und die Organe der Hochschüler_innenschaft wie Referent_innen, Sachbearbeiter_innen, Studienvertreter_innen und Mandatar_innen der UV in gleichen Teilen an Treffen, Besprechungen und Sitzungen teilnehmen, um eine paritätische Besetzung zu erreichen.

(3) Parität ist dann gegeben, wenn Vertreter_innen der Studierenden aus den Klassen bzw. Instituten und Studierende (insbesondere auch aus Drittstaaten) in die Sitzungen, Plena, Arbeitsgruppen, der UV, der StV und der Referate, in denen Beschlüsse hinsichtlich der Belange der Studierenden gefasst werden, entsendet und dort ständig vertreten sind.

(4) Der Vorsitz oder die Mitglieder der UV haben Beschlüsse von Treffen oder Sitzungen formal zu vollziehen.

(5) Alle Treffen und Sitzungen der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien sind offen für alle Studierende.

(6) Alle Anwesenden auf den Treffen oder Sitzungen haben ein Rederecht.


6.UV-SITZUNGEN UND -BESCHLÜSSE

§6 Universitätsvertretung (UV), Sitzungen und Beschlüsse

(1) Stimmberechtigte Mitglieder der UV sind die Mandatar_innen.

(2) Antragsberechtigte Mitglieder der UV ohne Stimmrecht sind darüber hinaus die Vorsitzenden der StV.

(3) Die Referent_innen, Sachbearbeiter_innen und Mitarbeiter_innen sind Mitglieder der UV mit beratender Stimme.

(4) Alle Mitglieder der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien haben ein Rederecht.

§7 Einberufung der Universitätsvertretungssitzung (UV)

(1) Die UV ist vom Vorsitz mindestens zweimal pro Semester zu einer ordentlichen Sitzung einzuberufen.

(2) Die Einladung für die ordentliche Sitzung der UV ist mindestens 7 Wochentage vor der Sitzung unter Angabe von Zeit, Ort und Tagesordnung auf geeignetem Weg (E-Mail, Post) an alle Mandatar_innen und Referent_innen zu senden. Zudem ist sie in geeigneter Form (auf der Website, als Aushang) zu veröffentlichen. Wesentliche Unterlagen sollen der Einladung beigelegt werden.

(3) In dringlichen Angelegenheiten ist der Vorsitz auf schriftliches Verlangen von mindestens zwei Mandatar_innen bei gleichzeitiger Abgabe einer Tagesordnung verpflichtet, eine außerordentliche Sitzung innerhalb von 5 Studientagen einzuberufen. Die Einladung ist unter Angabe von Zeit, Ort und Tagesordnung auf geeignetem Weg (E-Mail, Post) an alle Mandatar_innen und Referent_innen zu senden. Wurde von den Vorsitzenden nicht fristgemäß einberufen, so sind die Antragsteller_innen berechtigt, selbst eine außerordentliche Sitzung der UV unter den genannten Bedingungen einzuberufen.

(4) Die Sitzungen der UV sind öffentlich abzuhalten; auf begründeten Antrag kann mit Zweidrittel-Mehrheit ein Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen werden. Dies ist im Protokoll zu begründen.

(5) Sitzungen können in begründeten Ausnahmefällen als Videokonferenz abgehalten werden.

(6) Einzelne Mandatar_innen können per Videoschaltung an Sitzungen teilnehmen.

(7) An folgenden Tagen darf keine UV-Sitzung stattfinden:
a) 1. Juli bis 30. September
b) 20. Dezember bis 10. Januar
c) eine Woche vor und nach dem Ostersonntag
d) an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen (Ausnahme siehe Abs 3).

§8 Erstellung der Tagesordnung

(1) Jede Tagesordnung hat zumindest die nachstehenden Tagesordnungspunkte zu beinhalten:
1. Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung, Anwesenheit und Beschlussfähigkeit
2. Genehmigung der Tagesordnung
3. Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
4. Bericht des Vorsitz
5. Bericht der Referate
6. Allfälliges

(2) Zu Beginn der Sitzung kann die Aufnahme oder das Absehen von Tagesordnungspunkten sowie eine Änderung der Reihenfolge beantragt werden.

(3) Unter dem Punkt Allfälliges dürfen keine Beschlüsse mehr gefasst werden.

§9 Sitzungsleitung, Moderation, Redner_innenliste

(1) Die Sitzung leitet und moderiert eine Person aus dem Vorsitz, oder eine, in der vorhergehenden UV-Sitzung im Einvernehmen vorgeschlagene und bestimmte Person.

(2) Die Tagesordnungspunkte sind in der beschlossenen Reihenfolge zu behandeln.

(3) Es ist eine Redner_innenliste zu führen. Das Wort wird in der Reihenfolge erteilt, in der sich die Sitzungsteilnehmer_innen zu Wort gemeldet haben.

(4) Für erstmalig an einer UV-Sitzung beteiligte Personen gibt es eine kurze Vorstellungsrunde, einen Hinweis auf Positionierung, genderdiverse Sprache und Redezeit sowie eine kleine Einführung in die verwendeten Handzeichen.

§10 Ablauf der Sitzung

Die Sitzung beginnt mit der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit. Die Beschlussfähigkeit ist bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mandatar_innen gegeben, sofern das HSG keine andere Beschlussfähigkeit fordert. Ist keine Beschlussfähigkeit gegeben, so ist die Sitzung zu unterbrechen. Sofern die Beschlussfähigkeit nicht binnen einer Stunde hergestellt ist, ist die Sitzung zu beenden und binnen drei Werktagen nach § 9 (2) dieser Satzung zu einer neuerlichen Sitzung einzuladen.

§11 Anträge

(1) Anträge sind schriftlich oder mündlich einzubringen als:
1. Hauptanträge: Ein Hauptantrag ist ein zu einem Gegenstand zuerst gestellter Antrag.
2. Gegenanträge: Ein Gegenantrag ist ein Antrag, der den Gegenstand eines Hauptantrages in einer von diesem inhaltlich und formal nicht zu vereinbarenden Weise behandelt.
3. Zusatzanträge: Ein Zusatzantrag ist ein Antrag, der einen Haupt- oder Gegenantrag erweitert, konkretisiert oder beschränkt.

(2) Bei Vorliegen mehrerer Anträge ist bei der Abstimmung folgendermaßen vorzugehen: Der Hauptantrag ist vor dem Zusatzantrag, der Gegenantrag vor dem Hauptantrag abzustimmen. Durch Annahme des Gegenantrages fällt der Hauptantrag. Bei Ablehnung des Gegenantrages ist über den Hauptantrag abzustimmen.

(3) Antragsrecht – Direkte Mitbestimmung der Mitglieder: Gemäß §61ff Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz 2014 kann ein Antrag von mindestens 5 vH oder von mindestens 200 Wahlberechtigten eines Organs eingebracht werden. Der Antrag muss in den Aufgabenbereich des Organs fallen. Diese Anträge sind spätestens eine Woche vor der Sitzung des jeweiligen Organs dem Vorsitz dieses Organs zu übermitteln. Nach dieser Frist eingelangte Anträge sind bis zur nächsten Sitzung des betreffenden Organs zurückzustellen. Vertreter_in eines Antrages ist dessen Erstunterzeichner_in. Diese_r ist berechtigt, den Antrag in der Sitzung des jeweiligen Organs mündlich zu vertreten. Diese Anträge sind spätestens eine Woche vor der Sitzung des jeweiligen Organs dem Vorsitz dieses Organs zu übermitteln. Nach dieser Frist eingelangte Anträge sind bis zur nächsten Sitzung des betreffenden Organs zurückzustellen. Vertreter_in eines Antrages ist dessen Erstunterzeichner_in. Diese_r ist berechtigt, den Antrag in der Sitzung des jeweiligen Organs mündlich zu vertreten.

§12 Ablauf der Debatte

(1) Jedes Mitglied ist berechtigt, sich zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung zu Wort zu melden und nach Erteilung des Wortes durch die Moderation zu diesem Punkt zu sprechen.

(2) Die jeweilige Antragsteller_in bzw. Berichterstatter_in erhält das Wort am Anfang der Debatte, die übrigen Redner_innen in der Reihenfolge, in der sie sich zu Wort gemeldet haben.

(3) Die Reihenfolge der vorgemerkten Redner_innen wird unterbrochen, wenn jemand das Wort verlangt, zur:
a) Satzung
b) Berichtigung

(4) Wer zur Satzung das Wort verlangt, d.h. auf einen satzungswidrigen Verlauf aufmerksam machen will, erhält sofort das Wort.

(5) Die Verhandlungen über einen Antrag oder einen Tagesordnungspunkt werden unterbrochen, wenn jemand den Formalantrag stellt auf:
a) Vertagung der Angelegenheiten
b) Ende der Redner_innenliste
c) Ende der Debatte zu einem Antrag
d) Ende der Debatte zu einem Tagesordnungspunkt
e) Vertagung der Sitzung
f) Ende der Sitzung

§13 Redezeitregelung

Alle an der UV teilnehmenden Vertreter_innen, Mitglieder und Organe erhalten pro Wortmeldung 10 Minuten Redezeit. Diese Einschränkung gilt nicht für Berichte.

§14 Abstimmung

(1) Zur Annahme eines Antrags ist die Anwesenheit von mindestens der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder und, sofern im HSG nicht anders bestimmt, die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Eine Stimmenthaltung gilt als nicht abgegebene Stimme. Beschlüsse, die eine Zweidrittel-Mehrheit erfordern, sind insbesondere: Abberufung von entsendeten Studienvertreter_innen, Abwahl der vorsitzenden Person sowie der Stellvertretung, Abberufung von Referent_innen sowie Änderungen der Satzung.

(2) Bei Abstimmungen über einen Antrag werden die Stimmen wie folgt festgestellt:
1. Prostimmen
2. Enthaltungen
3. Gegenstimmen

(3) Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

(4) Eine Stimme ist ungültig, wenn sie von einer nicht stimmberechtigten Person oder nach Ende der Abstimmung abgegeben wurde.

(5) Der Vorsitz hat eine namentliche Abstimmung anzufordern, sofern das Ergebnis zweifelhaft erscheint. Sie muss angefordert werden, wenn dies von wenigstens zwei Mandartar_innen verlangt wird.

(6) Auf Verlangen von mindestens zwei Mandartar_innen ist eine geheime schriftliche Abstimmung durchzuführen.

(7) Der Vorsitz oder die UV-Mandatar_innen haben hinsichtlich Vertretung und Förderung der Interessen der Mitglieder, Entscheidungen aus Sitzungen, Plena und Arbeitsgruppen, die hinsichtlich der Belange der Studierenden gefasst werden, in die Abstimmungen der UV-Sitzung miteinzubeziehen und formal zu vollziehen.

§15 Protokollierung

(1) Bei der UV-Sitzung ist ein Protokoll zu führen. Das Protokoll soll ein klares, nachvollziehbares Bild der Sitzung geben und hat folgendes zu enthalten:

1. Datum, Beginn und Ende der Sitzung.
2. Die Namen aller anwesenden Mitglieder, Organe und Auskunftspersonen.
3. Die Tagesordnung.
4. Die zu jedem Tagesordnungspunkt gestellten Anträge und die gefassten Beschlüsse in wörtlicher Fassung sowie die Namen der Antragsteller_innen.
5. Das Abstimmungsergebnis über jeden Antrag.
6. Den wesentlichen Inhalt der Wortmeldungen zu jedem Tagesordnungspunkt.
7. Auf Wunsch eines Mitgliedes vorgenommene Protokollierungen.

(2) Das Protokoll ist umgehend zu erstellen. Es ist den Mitgliedern der UV mit der Einladung zur nächsten Sitzung zuzustellen.

(3) Protokolle von öffentlichen Sitzungen sind des Weiteren in geeigneter Form zu veröffentlichen, bzw. zur Einsichtnahme bereit zu stellen.


7. ORGANISATION UND VERWALTUNG

§16 Vorsitz

(1) Das Vorsitzteam arbeitet im Kollektiv. Alle Aufgaben werden zu gleichen Teilen auf alle Personen im Vorsitzteam aufgeteilt.

(2) Rotationsprinzip im Vorsitz: Um nach jedem Jahr eine Rotation der im Vorsitzteam arbeitenden Personen mit zumindest einer neuen Position zu ermöglichen, soll den UV-Mandatar_innen eine enge Mitarbeit im Vorsitzteam angeboten werden, um so mögliche Nachfolger_innen einzuarbeiten.

(3) Mandatar_innen, die neu in den Vorsitz gewählt werden möchten, sollen zumindest ein Semester im Voraus von den Vorsitzenden eingearbeitet werden.

§17 Vertretung der vorsitzenden Person

(1) Die vorsitzende Person wird im Falle der Verhinderung durch die Stellvertreter_innen vertreten.

(2) Die vorsitzende Person kann genau definierte Teil- oder Aufgabenbereiche an eine Stellvertretung übertragen. In diesem Fall handelt die Stellvertretung im Auftrag und unter Verantwortung der vorsitzenden Person.

(3) Auf Vorschlag der vorsitzenden Person kann die UV genau definierte Teil- oder Aufgabenbereiche auf die Stellvertretung übertragen. In diesem Fall handelt die Stellvertretung in eigenen Namen und in eigener Verantwortung.

§18 Einrichtung von Referaten

(1) Zur Erledigung der gesetzlichen Aufgaben der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien sind Referate für nachstehende Angelegenheiten eingericht:

a) Referat für wirtschaftliche Angelegenheiten
b) Referat für Sozialpolitik
c) Referat für Bildungspolitik
d) Referat für Öffentlichkeitsarbeit
e) Referat für politische antirassistische Praxis
f) Referat für Infrastruktur
g) Queer*feministisches Referat
h) Referat für Kunst und (Gegen)Kultur
i) Referat für ESSEN

(2) Die bezeichneten Referate umfassen insbesondere folgende Aufgabenbereiche:

a) Der Aufgabenbereich des Referats für wirtschaftliche Angelegenheiten umfasst:

  • Abwicklung aller wirtschaftlichen Angelegenheiten der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien gemeinsam mit dem Vorsitz
  • Erstellung und Vorlage von Jahresvoranschlägen und Jahresabschlüssen
  • Abwicklung einer jährlichen Wirtschaftsprüfung (Anbotseinholung, Koordination und Auskünfte)
  • Organisation einer Buchführung und Lohnverrechnung (derzeit an externe Stelle vergeben)
  • Aufbereitung der Belege und weiterer Unterlagen für die Buchhaltung
  • Budgetplanung sowie laufende finanzielle Gebarung inkl. inhaltlicher und zeitlicher
  • Überprüfung aller Belege
  • laufende Überprüfung und Durchführung der Zahlungen der Hochschüler_innenschaft
  • Verwaltung aller liquiden Finanzmittel
  • Erstellung von etwaigen Arbeitsverträgen
  • Dokumentation und Verwaltung aller Verträge
  • Führung von Anlage- und Inventarverzeichnissen
  • Abrechnung von Projekt- und Diplomand_innenförderungen sowie von Festen, Workshops, Klausuren usw.
  • Ansprechstelle für Studienvertretungen und Referate in finanziellen Belangen
  • Berichterstattung bei regelmäßigen UV-Sitzungen
  • Berichterstattung bei der Kontrollkommission
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

b) Der Aufgabenbereich des Referats für Sozialpolitik umfasst:

  • Sozialpolitik sowie die Betreuung und Beratung von strukturell benachteiligten Personen
  • Journaldienst für Fragen zu Stipendien, Förderungen, Studienbeihilfe, Familienbeihilfe, Krankenversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft, Studienplan, Akademie, Campus Online und Anlaufstelle für allgemeine Beschwerden/Notfälle
  • Aneignung des Studienförderungsgesetzes für Beratungstätigkeiten insbesondere im Hinblick auf Studierende mit Kind mit besonderem Fokus auf Alleinerzieher_innen, Studierende mit Invalidenrente und sozial schwächere Studierende
  • Information und Beratung bei Fragen zu Erwerbstätigkeit und Wohnen
  • Beratung zu Fragen rund um Aufenthalt und Niederlassung für Studierende aus Drittstaaten und EU/EWR-Bürger_innen – auch nach Beendigung des Studiums
  • Intervention für Studierende aus Drittstaaten an der Akademie der Bildenden Künste
  • Betreuung der Anträge für den Sozialfond sowie Beratung und finanzielle Unterstützung in finanziellen Notlagen
  • Evaluierung der psychosozialen Beratung für Studierende
  • Evaluierung und Betreuung der Kindergartenförderung
  • studentische Vertretung in der Stipendienkommission der Akademie
  • Organisation eines „Survival Kits“ für Studierende (Informationstag zu Arbeitsrecht, Urheber_innenrecht, Studienbeihilfe, Steuerrecht, Sozialversicherung für Künstler_innen)
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Verwaltung des Referatsbudgets und Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester
  • Betreuung des Notfallhandys des Referats

c) Der Aufgabenbereich des Referats für Bildungspolitik umfasst:

  • Bildungspolitik und internationale Bildungspolitik
  • Inhaltliche Auseinandersetzung mit bestehenden Entwicklungsplänen und Leistungsvereinbarungen der Akademie
  • inhaltliche Auseinandersetzung mit internationalen bildungspolitischen Entwicklungen
  • Stellungnahmen in der Presse
  • Einbringen von Anträgen für Projektvorschläge in die UV
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

d) Der Aufgabenbereich des Referats für Öffentlichkeitsarbeit umfasst:

  • Öffentlichkeitsarbeit, Presse, neue Medien
  • Tägliche Evaluierung des Pressespiegels
  • Verfassen von Pressemittelungen
  • Neuorganisation und Betreuung der Website der Hochschüler_innenschaft auf inhaltlicher und struktureller Ebene
  • Gestaltung und Aussendung des ÖH-Newsletters Information über die Tätigkeit des Referats für Öffentlichkeitsarbeit im ÖH-Newsletter und auf der Website der Hochschüler_innenschaft
  • Einbringen von Anträgen für Projektvorschläge in die UV
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Verwaltung des Referats-Budgets und Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

e) Der Aufgabenbereich des Referats für politische antirassistische Praxis umfasst:

  • Aufzeigen und Hinwirken auf Abschaffung von rassistischen Diskriminierungen in der Akademie der Bildenden Künste Wien
  • Aufzeigen und Hinwirken auf Abschaffung von rassistischen Diskriminierungen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene
  • Ansprechpartnerin vor Ort während der Zulassungsprüfung Bildende Kunst
  • Infotermine bei Klassen- bzw. Arbeitsbesprechungen der Institute
  • Interessensvertretung von Studierenden aus Drittstaaaten in inneruniversitären Gremien, Kommissionen und Arbeitsgruppen
  • Information über die Tätigkeit des Referats für politische antirassistische Praxis im ÖH-Newsletter und auf der Website der ÖH
  • Vernetzung mit antirassistischen Referaten bzw. Referaten für Studierende aus dem Ausland an anderen österreichischen Hochschulen
  • Politische Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit
  • Einbringen von Anträgen für Projektvorschläge in die UV
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Verwaltung des Referats-Budgets und Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

f) Der Aufgabenbereich des Referats für Infrastruktur und Vernetzung umfasst:

  • Weitergabe von Wissen über die für Studierende verfügbaren Ressourcen an der Akademie
  • inhaltliche Auseinandersetzung mit und Einbringen von Optimierungsvorschlägen für bestehende Regelungen betreffend Geräteverleih und Raumnutzungen
  • Aufbau von Kooperationen zur Nutzung von Infrastruktur (wie Soundequipment, Fahrzeuge, Videoequipment etc.) für Studierende, andere Hochschüler_innenschaften, NGOs und Vereine
  • Erstellen einer Übersicht sowie eines Ressourcenpools, um den Zugang zur Infrastruktur zu erleichtern
  • Unterstützung des Sekretariats hinsichtlich des Verleihs sowie bei der Verwaltung der ÖH-Infrastruktur.

g) Der Aufgabenbereich des Queer*feministischen Referats umfasst:

  • Beratung von Studierenden zu Gleichbehandlungsfragen
  • monatlicher Jour fix
  • Entwicklung von Projekten zu den Themen: Diversity/Antidiskriminierung/ Queer-Politics u.v.a.
  • Entwicklung von antidiskriminierenden Initiativen rund um die Zulassungsprüfungen
  • Information über die Tätigkeit des queer*feministischen Referats im ÖH-Newsletter und auf Website der ÖH
  • Einbringen von Anträgen für Projektvorschläge in die UV
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Verwaltung des Referatsbudgets und Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

h) Der Aufgabenbereich des Referats für Kunst und (Gegen)Kultur umfasst:

  • Wöchentlicher Journaldienst
  • Organisation von Ausstellungsprojekten und Veranstaltungen
  • Koordinierung der Projektförderung für emanzipatorische Projekte der Studierenden
  • Verfassen von Presseaussendungen zu Kultur- und Gesellschaftspolitik in Zusammenarbeit mit dem Pressereferat
  • Zur-Verfügung-Stellen von Information über Infrastruktur und Raum-/Ressourcennutzung, Zugangsbedingungen zu Laboren, Werkstätten, Studios, Räume für Events und Ausstellungen
  • Unterstützung bei der Organisation von Friday Exit
  • Vertretung in der Ausstellungskommission, dem Beratungsgremium für die Programmierung des xhibit-Ausstellungsraums (Arbeitsgruppe)
  • Information über die Tätigkeit des Referats für Kunst und (Gegen)Kultur im ÖH-Newsletter und auf Website der ÖH
  • Einbringen von Anträgen für Projektvorschläge in die UV
  • Durchführung von Projekten nach Beschlüssen der UV
  • Verwaltung des Referats-Budgets und Durchführung von Rechtsgeschäften mit Unterstützung des Wirtschaftsreferats
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

i) Der Aufgabenbereich des Referats für ESSEN (Ernährung – studentisch – selbstverwaltet – emanzipatorisch – nachhaltig) umfasst:

  • Wöchentlicher Journaldienst
  • Organisation von selbstverwaltetem Essen in den Räumen der Hochschüler_innenschaft
  • Verwaltung der FoodCoop
  • Information von Studierenden über gesundes und nachhaltiges Essen
  • Betreuung der Referats-Emailadresse
  • Verfassen eines Arbeitsberichtes des vergangenen und Verfassen eines Arbeitsplanes für das kommende Semester

(3) Die Referate stehen unter der Leitung von Referent_innen, die von der vorsitzenden Person aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien zur Bestellung vorgeschlagen werden. Vor ihrer Bestellung in die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien werden die Bewerber_innen für eine Position als Referent_in oder Sachbearbeiter_in zu einem für alle Mitglieder offenem Hearing eingeladen. Auf dem Hearing präsentieren die Bewerber_innen ein Arbeitskonzept für die Referatsmitarbeit.

(4) Bis zur Bestätigung der Referent_innen durch die UV können von der vorsitzenden Person entsprechend qualifizierte Personen mit der Leitung der Referate vorläufig betraut werden. Diese vorläufige Betrauung darf sich nicht über einen längeren Zeitraum als drei Monate pro Betrauung erstrecken. Vorlesungsfreie Zeiten, Sonntage und gesetzliche Feiertage, hemmen die Fristen.

(5) Die Referent_innen haben bei der Gestaltung ihrer Arbeit die Beschlüsse der UV der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien einzuhalten.

(6) Die Referent_innen haben der vorsitzenden Person zumindest einmal monatlich mündlich Bericht zu erstatten. Wenigstens einmal im Semester hat jede Referent_in der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien einen schriftlichen Bericht und einen Arbeitsplan für das kommende Semester vorzulegen.

(7) Bei Antritt der Arbeitstätigkeit ist für das jeweilige Referat ein Tätigkeitsprofil zu erstellen, das es in der nächsten Funktionsperiode zu erfüllen gilt.

(8) Die Verantwortlichkeit der Referent_innen beginnt mit der Wahl bzw. mit der vorläufigen Betrauung mit der Leitung eines Referats durch die vorsitzende Person und endet mit Ablauf der Funktionsperiode oder dem Tag des Rücktritts bzw. der Abwahl bzw. mit dem Ende der vorläufigen Betrauung.

(9) Den Referent_innen können von der vorsitzenden Person Sachbearbeiter_innen gemäß § 23(6) HSG 2014 zugeteilt werden.

(10) Einmal im Monat hat jede_r Referent_in und jede_r Sachbearbeiter_in der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien einen schriftlichen Bericht und einen Arbeitsplan für den kommenden Monat vorzulegen.

(11) Den Referent_innen sowie den Sachbearbeiter_innen gebührt eine Aufwandsentschädigung.

(12) Die Aufwandsentschädigung wird nicht gewährt, wenn in drei aufeinanderfolgenden Monaten kein Bericht abgegeben wird oder in drei aufeinanderfolgenden Monaten die Berichte von der UV beanstandet werden.

(13) Treten Referent_innen im Namen der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien mit juristischen oder physischen Personen in Verhandlung, so haben sie der vorsitzenden Person der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien hierüber unverzüglich zu berichten.

(14) Die UV kann eine vorübergehende Nichtbesetzung einzelner Referate beschließen.

(15) Für Referent_innen und Sachbearbeiter_innen ist die Teilnahme an einem Kommunikationsworkshop ein Mal pro Jahr verpflichtend. Auch die Teilnahme an den von der Bundesvertretung bzw. der Kontrollkommission angebotenen Schulungen ist verpflichtend, soweit sie für die verschiedenen Referate/Aufgabenbereiche angeboten werden.

§19 Studienvertretung

(1) Die an der Akademie der bildenden Künste Wien eingerichteten StV sind:

  • StV für Bildende Kunst
  • StV für künstlerisches Lehramt
  • StV für Architektur
  • StV für Szenografie
  • StV für Konservierung und Restaurierung
  • StV für Doktoratsstudien
  • StV für Master Critical Studies

(2) Die StV sollen die offenen Strukturen der UV reflektieren und ihr Vorsitzteam als ein Kollektiv organisieren, das jederzeit Mitarbeit von allen Studierenden ermöglicht und die Einarbeitung von Nachfolger_innen aktiv betreibt.

(3) Die StV sind die Basis einer Interessenvertretung der Studierenden. Um die Meinung der Studierenden zu erfahren, hat die StV mindestens eine Versammlung der Studierenden des jeweiligen Instituts pro Semester abzuhalten. Die Einladung muss von der StV 7 Wochentage vor dem Termin an alle Studierende des Instituts ergehen.

(4) Die StV hat einen wöchentlichen Journaldienst einzurichten, studienrechtliche Beratung anzubieten, Studierendenanfragen per Mail zu beantworten und Informationen für Studiumsinteressierte bereitzuhalten. Dies soll eine möglichst breite Informationsbasis schaffen, um auch bildungsferne Schichten zu erreichen und für ein Studium zu interessieren.

(5) Die StV hat im Studienjahr gemäß ihres Budgets Förderungen an die Studierenden zu vergeben und Informationen darüber auf geeignetem Weg möglichst breit zu streuen.

(6) Die StV können Rücklagen bilden, allerdings dürfen diese die Summe des Studienvertretungsbudgets des vergangenen Wirtschaftsjahres (abzüglich des Sockelbetrags) nicht überschreiten. Sollten Projekte höhere Rücklagen rechtfertigen, kann bei der UV um eine Erhöhung dieses Betrags angesucht werden. Hierzu sind ein Konzept und ein Finanzierungsplan vorzulegen.

(7) Die StV haben Informationen über ihre Tätigkeiten im ÖH-Newsletter und auf der ÖH-Website zu veröffentlichen.

(8) Die StV haben an den UV-Sitzungen teilzunehmen und über ihre Tätigkeit Bericht zu erstatten.

§20 Entsendung von Studierendenvertreter_innen in die Kollegialorgane

Gemäß §25(8) Z1 bis 3 des Universitätsgesetz 2002 – UG sind für folgende Angelegenheiten entscheidungsbefugte Kollegialorgane einzusetzen:

  1. Habilitationsverfahren (gemäß §103(7) Universitätsgesetz 2002 – UG): Das studentische Mitglied bzw. die studentischen Mitglieder muss/müssen zumindest den ersten Studienabschnitt einer für das beantragte Habilitationsfach in Betracht kommenden Studienrichtung abgeschlossen haben. (§5(1) Habilitationsrichtlinien, Satzung der Akademie der bildenden Künste Wien)
  2. Berufungsverfahren (gemäß §98(4) Universitätsgesetz 2002 – UG)
  3. Studienangelegenheiten (gemäß §25(1) Z10 Universitätsgesetz 2002 – UG)

§21 Kontrollrechte von Mandatar_innen

(1) Die Mandatar_innen sind berechtigt vom Vorsitz und den Mitarbeiter_innen der Referate jederzeit Auskünfte über die in ihre Kompetenz fallenden Angelegenheiten zu verlangen.

(2) Ist eine sofortige mündliche Auskunftserteilung nicht möglich, so hat die vorsitzende Person, ihre Stellvertretung oder die Mitarbeiter_innen der Referate die Auskunft binnen zwei Wochen auf schriftlichem Wege zu erteilen.

(3) Gegen Ersatz der Kosten sind den Mandatar_innen alle Unterlagen unter Hinweis auf die Amtsverschwiegenheit in Kopie auszufolgen. Die Kenntnisnahme dieser Amtsverschwiegenheit ist schriftlich festzuhalten.

§ 22 Durchführung von Urabstimmungen

(1) Die Abstimmung muss innerhalb von 3 Monaten, ausgenommen vorlesungsfreie Zeit, nach Beschluss durch die Universitätsvertretung von den Vorsitzenden durchgeführt werden.

(2) Die Abstimmung muss unter Angabe von Ort, Zeit und der abzustimmenden Frage in geeigneter Form mindestens eine Woche vor Abstimmung bekannt gemacht werden.

(3) Urabstimmungen, die im selben Monat wie ÖH-Wahlen stattfinden, müssen mit diesen zusammengelegt werden.

(4) Zur Abstimmung sind ordentliche Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien berechtigt.

(5) Die Abstimmung muss schriftlich, geheim und persönlich durchgeführt werden.

(6) Die abzustimmende Frage muss mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortbar sein. Die Ergebnisse werden durch Vertreter_innen ausgezählt, die von der UV zu nominieren sind.

§ 23 Änderung und Inkraftsetzung der Satzung

(1) Änderungen und Ergänzungen der Satzung sind in UV-Sitzungen mit einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen möglich. Die geplanten Änderungen oder Ergänzungen der Satzung müssen als Tagesordnungspunkt, zusammen mit der vorgeschlagenen Änderung oder Ergänzung, bekannt gegeben werden.

(2) Die vorliegende Satzung tritt mit der Genehmigung durch die UV in Kraft und setzt vorherige veröffentliche Satzungen der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien außer Kraft.