Aufruf zur MAYDAY am 1.Mai: Wertschöpfungs-Ketten zerreißen!

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Aufruf zur MAYDAY am 1.Mai: Wertschöpfungs-Ketten zerreißen!
Die Hochschüler_innenschaft der Akademie Bildende Künste Wien macht mit bei MAYDAY und tritt ein gegen unsichere Verhältnisse!

Wien (OTS) – Die MAYDAY Demonstration zeigt unsichere und unbezahlte
Arbeitsverhältnisse auf. Wissens- und Hausarbeit wird ebenso wie die
prekäre Situation vieler Studierender oder Missstände am Arbeitsmarkt
sichtbar gemacht. Der aktuellen Verwertungslogik in allen
gesellschaftlichen Bereichen gilt es eine Idee von Gesellschaft
entgegenzusetzen in der Alles für Alle, also gute Lebensverhältnisse
für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder
Hautfarbe,weltweit möglich sind!

Aus unserer eigenen Tätigkeit als aktive Studierende kennen wir
die vielfältigen Formen gesellschaftlicher Ausbeutung und
Unterdrückung. Wir erleben Ignoranz an der Universität gegenüber
„Fremd“ Sprachen. Wir arbeiten in schlecht bezahlten Jobs um uns
unsere Bildung leisten zu können. Unser gesellschaftliches Engagement
wird mit Repression durch Polizei und Behörden beantwortet.

Die MAYDAY Demonstration am 1.Mai ab 13h mit Startpunkt
Columbusplatz wird bis zum Endpunkt im Stadtpark mit vielen Stationen
und Programmpunkten aufwarten. Informationen zur MAYDAY
sind auf der Webseite http://mayday-wien.org/ zu finden.

Der 1.Mai ist ebenso Anlass um an Marcus Omofuma zu erinnern der
am 1.Mai 1999 von drei Fremdenpolizisten im Zuge einer Abschiebung
getötet wurde. Sein Mund wurde geknebelt und verklebt, er wurde mit
Klebeband und anderen Hilfsmitteln am Sitz fest gezerrt, so dass er
erstickte. Die ÖH-Bildende fordert einmal mehr den Stopp von
Abschiebungen und Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Auch auf einer ganz anderen Baustelle, im Bildungsbereich hat sich
seit den Protesten 2009, bekannt unter „Uni-brennt“ nichts
verbessert. Universitäten werden kaputtgespart, bürokratisiert,
verschult und zugangsbeschränkt. Es gibt weiterhin keine
Wertschätzung von Grundlagenarbeit in Forschung und Kultur, Gelder
werden zunehmend gestrichen. Dass Studieren ebenso Arbeit ist, dass
Universitäten eine Triebfeder der Wissensproduktion innerhalb der
Informationsgesellschaft sind, wird nicht gesehen. Damalige
Forderungen nach unbürokratischer Finanzierung von unkomerzieller
Kunst- und Kulturarbeit sind ebenso uneingelöst wie die Forderung
nach dem verfassungsmäßigen Recht auf freien Bildungszugang ohne
versteckte Beschränkungen.

Anstatt gesellschaftliche Anliegen, wie ein bedingungsloses
Grundeinkommen und die Ausfinanzierung von Bildungseinrichtungen zu
ermöglichen, verwendet der Staat Milliarden um Bankenkonstrukte wie
die Hypo Alpe Adria zu retten.

Die Hochschüler_innenschaft an der Akademie Bildende Künste ruft
einmal mehr dazu auf, gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen. In
einer Alltagsrealität zwischen repressiven Staat und normativer
Kultur gilt es für alle, die eigene politische Verantwortung ernst zu
nehmen, sich in Diskussionsprozesse und gesellschaftliche
Auseinandersetzungen einzubringen, damit verbunden Position zu
beziehen. In diesem Sinne: Zeigt euch auf der Straße!

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