Statement des Referats für politische antirassistische Praxis zu diskriminierender Studiengebührenregelung

Statement des Referats für politische antirassistische Praxis zu diskriminierender Studiengebührenregelung

Die Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien kritisiert die geplante „Neuregelung“ der Studiengebühren scharf – Regierung stellt untragbar diskriminierenden Zustand gegenüber Studierenden aus Drittstaaten wieder her

Studiengebühren können an der massiven Unterfinanzierung des tertiären Bildungssektors nichts ändern. Sie erschweren den Hochschulzugang für sozial schwächere Studierende immens. Vielen Drittstaatsangehörigen Studierenden bleibt zusätzlich noch der Zugang zum Arbeitsmarkt in Österreich verwehrt. Ebenso fordert das österreichische Fremdenrecht von Drittstaatsangehörigen die in Österreich studieren möchten, gedeckte Lebenserhaltungskosten je nach Alter von 5400 bis über 9778 Euro jährlich nachzuweisen und das oftmals bei geringen Chancen auf Zugang zum Arbeitsmarkt. Die zusätzliche finanzielle Mehrbelastung durch doppelte Studiengebühren verbaut vielen Personen aus nicht EU Ländern gänzlich die Möglichkeit auf universitäre Bildung.

„Anstatt bei den Studierenden abzukassieren, müssen die Hochschulen endlich ausfinanziert werden“, fordert Lisa Lnenicka vom Referat für politische antirassistische Praxis der Hochschüler_innenschaft der Akademie der bildenden Künste Wien

Die Hochschüler_innenschaft spricht sich für gleiches Recht auf Mobilität und Bildung, unabhängig von Staatsbürger_innenschaft, und freien Hochschulzugang aus und gegen diskriminierende doppelte Studiengebühren von Drittstaatsangehörigen!

Download PA Studigebühren 101112 ÖH-Akbild

OTS-Aussendung PA-Studiengebühren 101112 – Akbild

The Students‘ Union of the Academy of Fine Arts Vienna disapproves
the reintroduction of tuition fees – state government is reestablishing
the unacceptable discriminatory situation/status for students from
third countries.

Tuition fees cannot change the massive lack of funding for the
tertiary education sector.
They make the access to a higher education for socially disadvantaged
students very difficult. Third-country students have also no
access to the labor market in Austria. Likewise, the Aliens Act of
Austria demands a proof of covered living expenses, depending on the
age from 5400 to about 9778 euros per year and often with strong
limited opportunities to access the labor market. The additional
financial burden due to double tuition fees, entirely deprives people
from non-EU countries of  an academic education.

‚Instead of cashing the students, the universities have to be fully
funded‘, calls Lisa Lnenicka from the Department of political
anti-racist practice of Students‘ Union of the Academy of Fine Arts
Vienna.

The Students‘ Union calls equal rights for mobility and education,
regardless of the citizenship and free access to higher education and
against the discriminatory double tuition fees for citizens of
third-contries.

PR Tuition-Fees 101112

OTS-Aussendung PA-Studiengebühren 101112 – Akbild

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